Welche Grafikkarte ist die Beste?

Auch wenn eine pauschale Antwort tendenziell unmöglich erscheint, lässt sich in aller Regel konstituieren, dass die teuerste Grafikkarte im Highend-Bereich für den Normalanwender auch die schnellste Lösung darstellt. Hieraus allerdings auch auf die beste Grafikkarte zu schließen, würde dem Sachverhalt nicht gerecht werden: so bieten Highend-Grafikkarten zumeist ein schlechtes Preis-Leistungs-Verhältnis, wodurch günstigere Grafikkarten häufig die bessere Alternative darstellen. Konsequenterweise definiert sich die beste Grafikkarte nach den Gesichtspunkten, welchem Zweck sie dienen soll (z.B. eher Office- oder aufwändige 3D-Anwendungen), welche Ausstattung sie aufweisen muss und wie das maximale Budget für den Kauf ausfällt. Ist man sich dieser Punkte klar, sollte in aktuellen Tests und Vergleichen oder übersichtlichen Ranglisten die passende Grafikkarte ausgewählt werden – diese stellt dann für ihre Zwecke die vermeintlich sinnvollste und somit beste Lösung dar.

Welche empfehlenswerten Grafikkarten-Hersteller existieren?

Der Markt für Grafikkarten ist mit seinen unzähligen Herstellern und Grafikchips auch für erfahrene Anwender meistens schwer zu überblicken. Fast alle Grafikkarten-Hersteller setzen aber auf Grafikchips von nVidia oder AMD/ATI, wodurch sich die Grafikkarten meistens nur in Ausstattung und Produktbezeichnung unterscheiden. Nicht zuletzt, da sich manche Hersteller eher auf Office-Lösungen oder dem professionellen Bereich widmen, ist es schwer pauschale Empfehlungen auszusprechen: hier muss jeder Benutzer selbst wissen, welches Einsatzgebiet die zukünftige Grafikkarte abdecken soll. Dennoch möchten wir Ihnen eine Übersicht namhafter Hersteller von Grafikkarten offerieren:

  • ABIT
  • Albatron
  • AOpen
  • ASUS
  • ATI Technologies
  • BFG
  • Club 3D
  • Connect3D
  • 3DLabs
  • ELSA Technology
  • EVGA
  • Elitegroup
  • Gainward
  • GigaByte
  • Hercules Graphics
  • HIS
  • Leadtek
  • Matrox
  • MSI
  • PixelView
  • PNY
  • PowerColor
  • Quantum3D
  • Sapphire
  • Sparkle
  • TerraTec
  • VideoLogic
  • Video Seven
  • XFX
  • XpertVision
  • Zotac

Alle aktuellen Tests und Vergleiche finden Sie auch bei uns. Suchen Sie hingegen einen schnellen Überblick, empfehlen wir Ihnen einen Blick auf aktuelle Besten- bzw. Ranglisten.

Was ist der Unterschied zwischen PCI, AGP und PCIe?

PCI steht für „Peripheral Component Interconnect“ und stellt einen Bus-Standard zur Verbindung der Grafikkarte mit dem Prozessor/CPU dar. Im Zusammenhang mit Grafikkarten spricht man auch von Hardwareschnittstellen. Im Gegensatz zu PCI, stellen AGP (Accelerated Graphics Port) und PCIe (PCI-Express, der Nachfolger von PCI) keinen Busstandard, sondern eine Anschlussnorm bzw. Direktverbindungen dar. Durch sie wird die Grafikkarte mit dem Buscontroller verbunden. PCIe stellt hierbei auch den Nachfolger von AGP dar.

Was ist eine GPU?

Die Abkürzung GPU steht für „Graphics Processing Unit“ und ist die englische Bezeichnung für den Grafikprozessor einer Grafikkarte. Seine Aufgabe ist die Berechnung von Grafisingnalen, die von der Grafikkarte an den Monitor/LCD/TFT eines PCs, Macs oder einer Spielekonsole gesendet werden. Der Grafikprozessor befindet sich zumeist auf der Grafikkarte selbst oder alternativ auf dem Main- bzw. Motherboard, wobei bei letzterem von einer Onboard-Lösung und einem integriertem Grafikprozessor (Integrated Graphics Processor) gesprochen wird. Mittlerweile befinden sich auf einer Grafikkarte auch häufig mehrere simultan arbeitende Grafikprozessoren bzw. GPUs. Die bekanntesten Hersteller von Grafikprozessoren sind nVidia, AMD/ATI, Intel und für den professionellen Bereich Matrox.

Angesteuert werden die Funktionen der GPU durch Software-Bibliotheken wir OpenGL oder Direct3D bzw. DirectX.

Was ist der Unterschied zwischen VGA-Out, DVI und HDMI?

Bei VGA-Out, DVI oder HDMI handelt es sich um externe Signalausgänge. Je nach Grafikkarte oder Onboard-Grafiklösung besitzt der Computer einen oder mehrere dieser Ausgänge. Bei VGA-Out (auch Mini-VGA, respektive bei mobilen Lösungen) handelt es sich um eine 15-polige sogenannte D-Sub-Buchse, die über ein VGA-Kabel eine Verbindung zum Monitor/LCD/TFT oder Projektor herstellt. Übertragen wird hierbei lediglich ein analoges RGB-Signal.

Qualitativ hochwertiger ist ein DVI-Out bzw. Mini-DVI Signalausgang, der ein digitales Signal bereitstellt und somit eine bessere Bildqualität evoziert. Besonders praktisch sind hierbei sogenannte DVI-I-Anschlüsse, die zusätzlich ein analoges RGB-Signal bereitstellen, wodurch mittels eines Adapters der DVI- in einen D-Sub-Ausgang umgewandelt werden kann – selbstverständlich mit dem entsprechenden Qualitätsverlust.

Ein HDMI-Ausgang (High Definition Multimedia Interface) stellt ebenfalls ein digitales und somit qualitativ hochwertiges Bildsignal zur Verfügung. Das Videosignal kann hierbei jedoch optional via HDCP verschlüsselt werden. Ferner bieten HDMI-Anschlüsse die Möglichkeit der simultanen Übertragung von Audiosignalen neben den Videosignalen.

Aktuelle Grafikkarten können je nach Preissegment und Ausstattung einen oder mehrere dieser Anschlüsse aufweisen.

Was versteht man unter OpenGL und Direct3D?

OpenGL steht für „Open Graphics Library“ und stellt eine Spezifikation für eine programmiersprachen- sowie plattformunabhängige Entwicklungsschnittstelle für 2D- und 3D-Grafik dar. Durch einen Befehlssatz wird die Darstellung von 2D- und 3D-Grafikszenen in Echtzeit ermöglicht, zumal Grafikkartenhersteller meist zusätzliche Erweiterungen definieren und implementieren können.

Direct3D hingegen ist ebenfalls eine Programmierschnittstelle (API), die jedoch exklusiv von Microsoft betrieben wird und einen Bestandteil von DirectX darstellt. Auch sie ermöglicht durch Befehlssätze die komplexe Darstellung von 3D-Grafiken.

Was versteht man unter einem SLI- bzw. Crossfire-Modus?

SLI steht für “Scalable Link Interface” und bezeichnet bei nVidia einen Modus, in dem mehrere (meistens zwei) Grafikkarten simulatan in einem Computer arbeiten. Bei AMD/ATI wird dieser Modus als Crossfire bezeichnet. Den doppelten Kosten steht in aller Regel jedoch keine doppelte Leistung gegenüber: maximal erreichen Sie durch eine weitere Grafikkarte eine Leistungssteigerung von ungefähr 85-90%. Somit muss jeder Endnutzer für sich selbst entscheiden, ob er einen SLI- bzw. Crossfire-Modus benötigt.

Was versteht man unter Overclocking?

Ebenso wie ein Prozessor/CPU kann auch eine Grafikkarte – oder genauer die GPU und der Grafikspeicher – übertaktet werden, wodurch eine höhere Leistung erreicht wird als dies im Normalmodus der Fall ist. Bei sehr guter Kühlung können hierbei teils erhebliche Steigerungen erreicht werden. Manche Hersteller bieten explizit Grafikkarten an, die nachträglich übertaktbar sind und kennzeichnen diese z.B. mit dem Zusatz “OC” im Namen. Bitte beachten Sie jedoch: es empfiehlt sich immer eine schrittweise Anhebung des Taktes, da ansosnten schnell Hardwareschäden auftreten können, die nicht als Garantiefall gelten. Bei den ersten Anzeichen von Instabilitäten sollte daher von weiterem Übertakten bzw. Overcloking abgesehen werden.

Welche Arten von Kühlsystemen existieren für Grafikkarten?

Jeder Grafikchip (und mittlerweile auch Grafikspeicher) erzeugt je nach Leistung Verlustwärme, wodurch moderne Grafikkarten eine effiziente Kühlung benötigen. Besonders verbreitet sind hierbei aktive Luftkühlungen mit einem oder mehreren kleinen Ventilatoren. Als Alternative bietet sich eine passive und somit geräuschlose Kühlung an, die auf einem Heat-Pipe-Prinzip basiert. Diese bietet sich in aller Regel jedoch nur für leistungsschwächere Modelle an. Eine dritte und beide Vorteile der vorgestellen Systeme vereinende Kühlung stellt die Wasserkühlung dar. Diese kühlt die Grafikkarte mit Hilfe von Wasser, ist leise und äußerst effizient. Einziger Nachteil: Wasserkühlsysteme bestehen aus mehreren Komponenten (z.B. Radiator, Ausgelichsbehältern und einer Wasserpumpe) und kosten weit mehr als aktive oder passive Kühlsysteme.