Sollten Sie nicht im Besitz eines spieletauglichen Notebooks sein und dennoch neueste 3D-Spiele genießen wollen, könnte eine externe Grafikkarte eine Lösungsmöglichkeit darstellen. Hierunter versteht man eine externe Grafikkarte (eGPU), die außerhalb des Notebooks (oder PCs) betrieben wird. Hierbei wird eine Grafikkarte über einen USB- oder einen schnellen Thinderbold-Port an das Notebook angeschlossen. Die USB-Grafikkarte befindet sich einem externen Gehäuse mit einer eigenen Stromversorgung. Somit wird schon deutlich, dass eine externe Lösung nur für den stationären Einsatz gedacht ist. Ein Vorteil hierbei jedoch, dass Sie sich keine Gedanken über mögliche verkürzte Akkulaufzeiten machen müssen. Der Datendurchsatz ist bei einem herkömmlichen USB-Anschluss jedoch begrenzt, volle PCIe-Geschwindigkeit erreichen Sie nur über eine Thunderbolt-Schnittstelle mit 2×10 Gbit/s.

USB Grafikkarte

USB-Schnittstelle

Im externen Gehäuse ist nicht nur die Grafikkarte untergebracht, sondern auch die notwendigen Kühler sowie das Netzteil (SWEX). Die Leistungsaufnahme einer externen Thunderbolt oder USB-Grafikkarte beträgt in der Regel ca. 150W. Der Monitor bzw. das Display werden ganz normal mit dem externen Gehäuse verbunden. Nicht zuletzt aufgrund der teils langsamen Anbindung an das Notebook als auch durch die eher geringe Leistungsaufnahme der eGPU kann eine externe Grafikkarte (noch) nicht zu den Leistungspotenzialen interner Grafiklösungen aufschließen. Dem gegenüber stehen die einfach Installation: eine USB-Grafikkarte ist Hotplug-fähig und somit auch für unerfahrene Benutzer sehr schnell in Betrieb zu nehmen.

Insgesamt erweist sich eine externe Grafikkarte als passable Lösung für viele Spiele und für Notebooks, die nur eine Onboard-Grafiklösung besitzen. Für anspruchsvolle 3D-Anwendungen ist respektive eine USB-Grafikkarte noch nicht geeignet, führt sie doch durch die benötigt hohe Bandbreite zu Rucklern. Ferner ist der Preis für eine externe Lösung teils noch sehr hoch und kann im Extremfall fast den Preis eines neuen Office-Laptops bedeuten. Ob sich hierbei die Anschaffung noch rentiert, muss jeder Anwender für sich selbst entscheiden.

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